Der S-KIPilot ist längst im Sparkassen-Arbeitsalltag angekommen: Rund 150.000 Nutzende setzen den KI-Assistenten bereits ein, um E-Mails zu bearbeiten, Dokumente auszuwerten oder Gespräche vorzubereiten. Gleichzeitig entwickelt die Finanz Informatik den Funktionsumfang konsequent weiter – von neuen Anwendungen bis zu weiteren Ausbaustufen der KI-Unterstützung.
Seit mehr als 600 Tagen ist der S-KIPilot bei den Sparkassen im Einsatz. Mittlerweile steht der S-KIPilot an allen Arbeitsplätzen der Sparkassen und weiterer Verbundpartner zur Verfügung. Keine Frage also: Der S-KIPilot ist im Sparkassen-Arbeitsalltag angekommen. Unermüdlich sorgt er dafür, dass Arbeitsabläufe weiter digitalisiert werden, hilft, die Service-Qualität zu steigern und Informationen schneller verfügbar zu machen. Sein Mehrwert entfaltet sich dabei nicht in einem einzelnen Anwendungsfall, sondern in mehreren klar umrissenen Funktionsfeldern. Ein Überblick:
Alltagsrelevanz nahtlos integriert in den Sparkassen-Arbeitsplatz
Mit den Versionen 5 und 6 ist der S-KIPilot zu einem integralen Bestandteil des Sparkassen-Arbeitsplatzes geworden. Vor allen Dingen durch die E-Mail-Bearbeitung über das Outlook-Add-in, die im zweiten Halbjahr 2025 eingeführt wurde. Dort lassen sich ohne Anwendungswechsel Antworten erstellen, bestehende E-Mails zusammenfassen, Inhalte in verschiedene Sprachen übersetzen oder neue E-Mails formulieren. Damit unterstützt der digitale Assistent die alltägliche Korrespondenz und entlastet Mitarbeitende der Institute. Denn auch umfangreiche E-Mail-Verläufe fasst der S-KIPilot auf die wesentlichen Punkte zusammen, er erstellt Entwürfe auf Basis weniger Angaben oder übersetzt direkt in der Anwendung.
Gesprächsvorbereitung mit OSPlus-Anbindung
Der S-KIPilot entlastet auch bei der Beratungsvorbereitung ganz konkret. Durch die direkte Anbindung an OSPlus, die im Jahr 2026 weiter vertieft und ausgebaut wird, lassen sich über KI-Agenten Kundeninformationen unmittelbar aufrufen. Neben den Personenstammdaten und einer KI-generierten Kontakthistorie stellt er nun außerdem eine Potenzialanalyse auf Basis von Neo-Broker-Umsätzen bereit, die Datensuche und Cross-Selling um ein Vielfaches erleichtert und damit im Beratungsgespräch einen entscheidenden Vorteil bieten kann, das strategische Produkt S-Neo Trade/Brokerage erfolgreich zu positionieren.
Operative Unterstützung im Arbeitsprozess
Neben textbasierten Aufgaben führt der S-KIPilot auch operative Schritte aus. Mithilfe der automatischen Bilderkennung (OCR) wandelt er Dokumente, PDF-Dateien oder Bilder in Text um. So lassen sich Inhalte von verschiedenen Dateiarten schneller erfassen und Mitarbeitende müssen
Inhalte nicht mehr manuell abtippen. Übrigens: Auch bei der SRPlus-Ticketerstellung können die Prozess-Agenten des S-KIPilot jetzt helfen. Somit werden tägliche Arbeitsläufe immer effizienter. Darüber hinaus unterstützt der S-KIPilot im Bereich Wertpapier-Support bei der Analyse von Audio-Aufzeichnungen beratungsfreier MiFID-II-Wertpapiergespräche. Mit Version 6 wurde die zugrunde liegende Checkliste aktualisiert. Sie basiert nun auf den offiziell vom DSGV veröffentlichten Mindeststandards für beratungsfreie Wertpapiergespräche.
Technische Grundlage und Betrieb
Neben den spannenden Funktionen bietet der S-KIPilot vor allem einen entscheidenden Vorteil: Er wird in den FI-Rechenzentren betrieben. Dadurch gewährleistet er – im Unterschied zu anderen KI-Tools – ein hohes Niveau an Sicherheit, Verfügbarkeit und Datensouveränität. Alle Daten verbleiben in der eigenen Cloud der Finanz Informatik (FI). Durch die Nutzung von Open-Source-KI-Basismodellen ist zudem eine schnelle Reaktion auf kurzfristige Marktentwicklungen möglich. Last but not least ermöglicht der modulare Aufbau der KI-Plattform und der agentischen Funktionen die flexible Umsetzung von Sparkassen-Anforderungen.
Nutzerzentrierte Ausbaustufen
Doch die FI hat längst weitere Funktionalitäten im Blick, um Institute stärker von Routinetätigkeiten zu entlasten und Prozesse weiter KI-gestützt zu automatisieren. Als nächstes steht die Möglichkeit zur Bildgenerierung auf dem Plan. Der S-KIPilot kann damit künftig auch visuelle Inhalte erzeugen
und für unterschiedliche Anwendungsfälle zur Verwendung im Arbeitsalltag bereitstellen. Darüber hinaus kommen zusätzliche agentische Funktionen für die Gesprächsunterstützung. Der S-KIPilot unterstützt künftig die Gesprächsbegleitung von telefonischen, beratungsfreien Wertpapier-Aufträgen, indem Prozess-Agenten Live-Support liefern, Qualitäts-Checks durchführen und aus Beratungen sofort Aufgaben erstellen und weiterbearbeiten.
Weitere KI-Agenten erkennen kontextspezifisch anstehende Tätigkeiten, schlagen passende Aktionen vor und führen sie nach dem HitL-Prinzip (Human-in-the-Loop) zuverlässig aus. Ein neues Dashboard erhöht die Alltagsrelevanz: Personalisierbare Widgets bieten einen schnellen Überblick und ermöglichen den sofortigen Start häufig genutzter oder dringlicher Prozesse. Der Ausbau multimodaler Fähigkeiten erweitert die Interaktion auf natürliche Sprache, Audio-Uploads mit automatischer Transkription sowie weiterführende Verarbeitung wie Zusammenfassung oder Übersetzung. Schließlich kommen erweiterte Office-Plugins hinzu: Neben dem bereits bestehenden Outlook-E-Mail-Add-in folgen PowerPoint-Erweiterungen, die ein medienbruchfreies Arbeiten ermöglichen und die Produktivität weiter steigern. Dank vielfältigem Feedback von Nutzenden entwickelt sich der S-KIPilot Schritt für Schritt weiter: mit neuen Funktionen und einer immer stärkeren Integration in den Sparkassen- Arbeitsalltag.
Wettbewerb mit Gewinnchance
Der S-KIPilot soll in der Sparkassen-Finanzgruppe möglichst breit eingesetzt werden, damit Sparkassen und ihre Mitarbeitenden von den Vorteilen des KI-Assistenten profitieren können. Um die Nutzung weiter voranzutreiben, veranstaltet die Finanz Informatik vom 23. Februar bis 29. März 2026 daher einen Wettbewerb unter den Sparkassen. Prämiert wurden Institute, die in diesem Zeitraum den größten Zuwachs an S-KIPilot-Nutzenden erreichen. Der Wettbewerb umfasste dabei zwei Kategorien:
- Kategorie »SKIP Aufsteiger der Woche«: Hier wurde ermittelt, welche Sparkasse mit einer Ausschöpfungsquote von unter 90 Prozent in der jeweiligen Bewertungswoche die meisten Nutzer für den S-KIPilot freigeschaltet hat. Maßgeblich war der prozentuale Anstieg der Ausschöpfungsquote, also der Anteil vergebener Windows-AD-Rechte im Verhältnis zur Gesamtzahl der Mitarbeitenden.
- Kategorie »SKIP Champions«: Alle Sparkassen, die zum Ende der Wettbewerbslaufzeit eine Ausschöpfungsquote von über 90 Prozent erreichen, nehmen an einer Verlosung teil. Auch Institute, die diese Quote bereits zu Beginn des Wettbewerbs erfüllen, werden berücksichtigt. In dieser Kategorie werden drei Gewinner ausgelost.
Zu gewinnen gab es Tickets für das FI-Forum 2026 sowie die begehrten S-KIPilot-Notizbücher in der
limitierten FI-Edition. Alle Gewinner werden am 1. April 2026 noch mal auf hier im FI-Magazin online veröffentlicht.