Gute Entwicklung: Digitale Vermögensverwaltung von inasys
Mit der Lösung inasys Digitale Vermögensverwaltung werden nach den aktuellen Zahlen der FI-Tochter mittlerweile rund 24.000 Sparkassenkundinnen und -kunden bedient.
Die Kreissparkasse Ludwigsburg nutzt den stationären Vertragsabschluss der Digitalen Vermögensverwaltung von inasys, um Vermögensverwaltungsmandate direkt in der Beratung digital, geführt und regulatorisch sauber abzuschließen. Leif Dockerill, Leiter Vermögensverwaltung bei der Kreissparkasse Ludwigsburg erläutert, warum der neue Prozess die Beratung, Backofficearbeiten und das Kundenerlebnis verändert.
FI-Magazin: Herr Dockerill, Sie setzen die Digitale Vermögensverwaltung von inasys ein. Was ist für die Kreissparkasse Ludwigsburg der zentrale Vorteil der Lösung?
Leif Dockerill: Für uns ist der stationäre Vertragsabschluss der entscheidende Hebel. Wir können Vermögensverwaltungsmandate jetzt direkt in der Beratung über eine geführte, digitale Strecke abschließen. Dabei geht es nicht nur darum, Papier zu ersetzen. Entscheidend ist, dass hier mehrere Prozess-Schritte – Kontoeröffnung, Depoteröffnung und Vertragsabschluss – sauber zusammengeführt werden. Das macht den Abschluss für die Beratung einfacher und für uns als Haus deutlich besser skalierbar.
FI-Magazin: Sie haben den stationären Vertragsabschluss inzwischen breiter geschult. Wie groß ist der Nutzerkreis?
Leif Dockerill: Wir haben den Prozess zunächst im Beratungscenter ausgerollt. Dort wurden mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen geschult. Hinzu kommt das Mitarbeiterbetreuungscenter. Insgesamt sprechen wir über 60 Beraterinnen und Berater, die diesen Prozess nutzen können. Kurz nach Abschluss der Schulungen konnten wir bereits zehn neue Mandatsabschlüsse über diesen neuen Prozess verzeichnen. Für dieses Jahr haben wir uns in den Beratungscentern rund 80 Mandate vorgenommen.
FI-Magazin: Welche Rolle spielt die Fehlerfreiheit des Prozesses?
Leif Dockerill: Eine sehr große. In der bisherigen Welt hatten wir bei den Verträgen kaum Fehler, weil die Abschlüsse durch die Vermögensverwalter direkt erfolgten. Diese kennen den Vertrag in- und auswendig. Wenn aber deutlich mehr Kolleginnen und Kollegen VV-Mandate abschließen können, muss der Prozess diese Sicherheit mitbringen. Sonst entstehen fehlerhafte Verträge und entsprechend viel Nacharbeit. Deshalb war es für uns so wichtig, einen geführten Prozess zu schaffen, der Fehlerquellen weitgehend ausschließt. Dadurch können wir nun unsere hauseigene Vermögensverwaltung deutlich breiter anbieten – bereits ab 75.000 Euro Einstiegsvolumen.
Leif Dockerill; Leiter Vermögensverwaltung bei der Kreissparkasse Ludwigsburg
FI-Magazin: Was verändert sich dadurch für die Beratung?
Leif Dockerill: Die Beraterinnen und Berater können eine hochwertige Dienstleistung anbieten, ohne selbst jeden fachlichen und vertraglichen Spezialfall im Detail beherrschen zu müssen. Das ist gerade im aktuellen Umfeld wichtig. Wir sehen in der Fläche, wie viele andere Institute auch, eine gewisse Fluktuation. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen gehen in den Ruhestand, jüngere kommen nach. Gerade im Wertpapiergeschäft ist das eine Herausforderung. Mit dem Vermögensverwaltungsmandat schaffen wir für Kundinnen und Kunden mehr Konstanz, weil die Dienstleistung zentral betreut wird.
FI-Magazin: Welche Bedeutung hat das für das Backoffice?
Leif Dockerill: Wenn mehr Mandate abgeschlossen werden, müssen die Prozesse im Hintergrund mitwachsen können. Wir betreuen inzwischen mehr als 800 Mandate. Gleichzeitig nehmen regulatorische Anforderungen eher zu als ab. Der stationäre Vertragsabschluss hilft uns, Prozesse zu verschlanken und Nacharbeiten zu reduzieren. Ohne diese Automatisierung müssten wir bei weiterem Wachstum perspektivisch eher zusätzliche Kapazitäten im Backoffice aufbauen.
FI-Magazin: Was macht die hauseigene Vermögensverwaltung der Kreissparkasse Ludwigsburg aus?
Leif Dockerill: Ein wichtiger Punkt ist unsere Erfahrung. Wir haben vor elf Jahren bereits eine ETF-Vermögensverwaltung initiiert und waren damals die erste Sparkasse in Deutschland, die ein solches Angebot gemacht hat. Diese Pionierarbeit setzen wir jetzt fort, indem wir die ETF-Vermögensverwaltung als erste Dienstleistung über den neuen, digitalen Abschlussprozess verfügbar machen.
FI-Magazin: Wie bleibt bei einem digitalen Abschlussprozess die persönliche Nähe erhalten?
Leif Dockerill: Digitalisierung und persönliche Nähe schließen sich nicht aus. Wir digitalisieren den Abschlussprozess, aber nicht die Verantwortung. Die Anlageentscheidungen treffen wir weiterhin autark in Ludwigsburg. Unsere Portfoliomanager sitzen vor Ort und stehen für ihre Entscheidungen auch in den Rechenschaftsberichten gerade. Das ist für viele Kundinnen und Kunden wichtig. Sie wissen: Da sitzt niemand anonym in Frankfurt, London oder New York, sondern ein Team hier vor Ort mit konkreten Ansprechpartnern.
FI-Magazin: Gab es im Projekt einen Moment, an dem Sie gemerkt haben: Das ist der richtige Weg?
Leif Dockerill: Den ersten Schlüsselmoment gab es für mich schon mit dem Kunden-Frontend der Digitalen Vermögensverwaltung von inasys. Die Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden waren sehr positiv. Viele haben gesagt: Das, was online zur Vermögensverwaltung bereitsteht, ist State of the Art. Das hat uns gezeigt, dass digitale Transparenz und persönliche Betreuung sehr gut zusammenpassen. Der stationäre Vertragsabschluss ist für uns die konsequente Fortsetzung. Er bringt die Digitalisierung direkt in den Beratungs- und Abschlussprozess.
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