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Begleitung für Familien in Pflege- und Vorsorgesituationen

Familienbanking: Wie die Sparkasse Familien zusammenbringen kann

Wenn Eltern älter werden, organisieren Millionen Deutsche plötzlich ihre Finanzen mit. Die sogenannte „Sandwich-Generation” stemmt Familie, Karriere und Elternbetreuung – oft ohne adäquate Unterstützung. Der Sparkassen Innovation Hub (S-Hub) hat sich damit beschäftigt, wie Banking hier einen entscheidenden Unterschied machen kann. Denn: Neun von zehn Betroffenen würden dafür sogar die Bank wechseln.

Sparkassen Innovation Hub (S-Hub): Familienbanking

Kundenbindung funktioniert selten über Konditionen allein. Sie entsteht, wenn Menschen sich in komplexen Lebensmomenten nicht allein fühlen. Genau dort setzt ein neues Konzept an, das derzeit mehrere Sparkassen diskutieren und weiterentwickeln: Banking als verlässliche Begleitung in Pflege- und Vorsorgesituationen.

Millionen Menschen in Deutschland organisieren die Finanzen ihrer älter werdenden Eltern, regeln Vollmachten und Behördenfragen – auf die sie allerdings kaum vorbereitet sind. Besonders betroffen ist die sogenannte „Sandwich-Generation”: Menschen zwischen 40 und 60 Jahren, die beruflich aktiv und digital affin, gleichzeitig jedoch verantwortlich für Kinder und Eltern sind.

Das Dilemma: Potenzial wird verschenkt

Obwohl viele dieser Menschen dringend Orientierung suchen, werden Banken kaum als Unterstützer wahrgenommen. Nur 15 Prozent der Befragten mit Pflegeerfahrung nutzten ihre Bank aktiv als Hilfe – dabei wünschten sich viele genau hier mehr Unterstützung. Eine Testnutzerin brachte es auf den Punkt: „Seitdem ich das höre, überlege ich, zur Haspa zu wechseln.” Das Thema ist also längst keine Nische mehr. Wer Familien in diesen sensiblen Phasen zuverlässig begleitet, gewinnt nicht nur das Vertrauen einer Person, sondern stärkt im besten Fall generationenübergreifend Familienbeziehungen zur Sparkasse.

Intensive Bedarfsanalyse zeigt großes Potenzial

Das Projektteam im S-Hub arbeitete Monate mit Menschen, die Pflegeverantwortung übernehmen, zusammen und betrachtete den kompletten Weg – von ersten Hilfebedürfnissen bis zum Erbfall. Zentrale Frage an jedem Punkt: Welche Unterstützung brauchen Menschen wirklich?

Die Resonanz fiel bemerkenswert positiv aus: Neun von zehn Befragten bestätigten, dass ein solches Angebot sie spürbar entlastet hätte. Einige würden dafür sogar ihre Bankverbindung wechseln. Auch intern, im Dialog mit den Beiratssparkassen, wurde das Potenzial erkannt – als „sensibles Thema, großer Schmerzpunkt und zugleich einzigartige Marktchance”.

Sieben Häuser treiben Konkretisierung voran

Aktuell wird das Konzept in sieben Instituten aktiv weiterentwickelt. Die nächste Phase widmet sich der konkreten Angebotsgestaltung – mit dem Ziel, Banking stärker an der tatsächlichen Lebensrealität auszurichten. Denn gerade, wenn vieles kompliziert wird, kann Nähe zum entscheidenden Unterschied werden.

 

inasys Perspektiven

Mit „inasys Perspektiven“ hat inasys die erste Ausgabe eines fachlichen People-Magazins für Vermögensverwaltung und Private Banking aus der und für die Sparkassen-Finanzgruppe veröffentlicht.