
Wenige Wochen nach dem bundesweiten Start zeigt sich: S-Neo trifft den Bedarf vieler Kundinnen und -kunden der Sparkassen nach einem einfachen digitalen Zugang zum Wertpapiergeschäft. Das belegen erste Erfahrungen aus Instituten verschiedener Größenordnungen.
Nicht die Produktidee entscheidet über den Erfolg eines digitalen Angebots, sondern die Nutzung im Alltag. Bei S-Neo zeigt sich wenige Wochen nach dem bundesweiten Start: Kunden der Sparkassen finden schnell Zugang zum neuen Wertpapierangebot in der App Sparkasse – und auch die Institute, mit denen das FI-Magazin gesprochen hat, zeigen sich von der neuen Lösung überzeugt.
Einen ersten Eindruck davon, wie S-Neo in der Praxis angenommen wird, liefern die Erfahrungen der Sparkasse KölnBonn. Die Einführung und Weiterentwicklung von S-Neo war dabei das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mehrerer Teams und Fachbereiche der Sparkasse.
Daniela Senger, Sparkassenbetriebswirtin im Bereich Grundsatz und Produkte, berichtet: »S-Neo ist bei unseren Kundinnen und Kunden sehr gut angekommen. Das zeigt sich vor allem daran, dass unsere Beratenden selten so viel positives Feedback zu einem neuen Angebot erhalten haben. Viele Kundinnen und Kunden finden es gut, dass wir jetzt ein konkurrenzfähiges Wertpapierangebot
haben, das sie direkt bei ihrer Sparkasse nutzen können.« Aus Sicht der Sparkasse KölnBonn zeigt sich dabei ein weiterer interessanter Aspekt: Viele Nutzer, die erstmals regelmäßig in ETFs investieren möchten, bevorzugen bewusst den Weg über ihre Sparkasse. Der Grund liegt für
Senger auf der Hand: das Vertrauen der Kunden zu ihrer Sparkasse. Die S-Neo-Nutzer schätzten es, Wertpapiergeschäfte bei ihrem Institut abzuwickeln, das sie bereits kennen und bei dem bei Bedarf persönliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Dieses Bedürfnis nach einer Verbindung von digitaler Selbstständigkeit und persönlicher Ansprechbarkeit beschränkt sich dabei keineswegs auf einzelne Kundengruppen. Auch aus weiteren Instituten gibt es die Rückmeldung, dass S-Neo nicht nur jüngere Kundinnen und Kunden erreicht. Entscheidend ist weniger das Alter der Kunden als deren Erwartung an einen einfachen digitalen
Zugang zum Wertpapiergeschäft. Dabei trifft S-Neo auf eine bereits erfahrene Klientel, die die Lösung ihrer Sparkasse etwa sehr genau mit den Angeboten von Neobrokern vergleicht. So betreffen viele der Rückmeldungen an Institute Funktionen wie Watchlists, Preisalarme oder bestimmte Darstellungsformen in der Depotansicht.
Auch bei der Nutzung ergibt sich nach den ersten Wochen ein positives Bild: Die Nachfrage nach S-Neo bleibt stabil, zugleich nehmen Nutzungstiefe und Rückmeldungen aus der Praxis zu. Für die Institute ist das ein Hinweis darauf, dass S-Neo nicht lediglich aus Neugier eröffnet wird, sondern
zunehmend im Anlagealltag der Kundinnen und Kunden ankommt.
Ähnliche Erfahrungen macht die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) laut Christian Skibbe, Vertriebsmanagement Privatkunden bei der LzO. Diese hat an der Praxisverprobung teilgenommen und kann so bei dem Gespräch mit dem FI-Magazin bereits auf einen längeren Zeitraum berichten. Von Beginn der Praxisverprobung im Januar bis Ende August wurden rund 650 neue S-Neo-Depots eröffnet. Wichtig dabei: Die LzO hat zunächst ausschließlich Kundinnen und Kunden ohne bestehendes Depot angesprochen. Dennoch entwickelte sich die Nachfrage dynamisch. Vor allen Dingen der offizielle Start, begleitet von der DSGV-Kampagne, beflügelte die Nachfrage weiter: Mehr als die Hälfte aller bis dahin eröffneten S-Neo-Depots wurden in den Monaten Juli und August eingerichtet. Für das Institut ein klarer Beleg für die Marktrelevanz des Angebots.
Besonders wichtig ist aus Sicht von Skibbe zudem die strategische Wirkung des Angebots für die Marke Sparkasse: »Die Marke Sparkasse kennt jeder. Das Wertpapiergeschäft zählt jedoch bislang nicht zum wahrgenommenen Markenkern. Genau das ändert S-Neo.« Für digitale Selbstentscheider
stünde mit S-Neo nun eine Lösung zur Verfügung, die diese Kundengruppe innerhalb der Sparkassenwelt adressiere und damit dazu beitrüge, die Kundenschnittstelle langfristig
zu sichern. Dies trüge gleichzeitig dazu bei, die Wahrnehmung der Sparkassen im Wertpapiergeschäft kräftig zu stärken.
Bei der Realisierung von S-Neo komme laut Skibbe der Zusammenarbeit im Verbund eine zentrale Bedeutung zu. Das zeige die Praxisverprobung. Er hebt hier insbesondere die Zusammenarbeit mit den beteiligten Teams hervor: »Unsere Themen aus der Praxisverprobung wurden schnell aufgenommen, priorisiert und umgesetzt. Der Draht zum Team der FI und der Star Finanz war kurz, Probleme wurden offen besprochen, und wir hatten jederzeit das Gefühl: Alle arbeiten daran, dass wir zum Marktstart eine Lösung haben, die im Kundeneinsatz funktioniert. Für mich ist S-Neo deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie die FI beides leistet: stabile Lösungen für die Gruppe und Tempo, wenn es darauf ankommt.«
Einfach, vertraut, gefragt: Dieser Dreiklang zieht sich durch die Rückmeldungen der Sparkassen. Aus Sicht der Institute senkt S-Neo die Einstiegshürde ins Wertpapiergeschäft, stärkt die vertraute Marke Sparkasse im Wertpapiergeschäft und trifft auf eine sehr gute Nachfrage.
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