»Mit der Funktion Zweitfreigabe gelingt es der Sparkasse ein Kundenbedürfnis nach Sicherheit im Online-Banking zu befriedigen und sich gleichzeitig als moderner Partner rund um die Finanzen zu präsentieren.«

Die neue Funktion »Zweitfreigabe« steht seit kurzer Zeit allen Sparkassen zur Verfügung. Ziel ist es, das Online-Banking der Kundinnen und Kunden sicherer zu machen. Das FI-Magazin hat bei der Sparkasse Hannover und bei der Sparkasse Dachau nachgefragt, welche Erfahrungen sie gesammelt
haben und warum es sinnvoll ist, die Anwendung einzusetzen.
Für die Kundinnen und Kunden der Sparkassen hat Sicherheit im Online-Banking einen hohen Stellenwert. Die Funktion »Zweitfreigabe« erfüllt hier genau die Erwartungen, die Nutzerinnen und Nutzer an ein sicheres Online-Banking beiden Sparkassen haben. Insbesondere ältere Menschen, die ihre Kinder oder andere Vertrauenspersonen für die Zahlungsfreigabe einbinden möchten, sieht Birgit Behrens (verantwortlich für Produkt- und Prozesslösungen bei der Sparkasse Hannover) als potenzielle Zielgruppe. Tamino Schatz, Sparkassen-Fachwirt im Ressort Marketing und Vertriebssteuerung bei der Sparkasse Dachau, findet, dass mit der Zweitfreigabe nun auch die Kundengruppen für das Online-Banking gewonnen werden können, die dem eher skeptisch gegenüberstehen. Er hält die »Zweitfreigabe« für eine interessante Lösung und betont, dass die Sparkasse Dachau auch gerne bereit war, neue Lösungen als eines der ersten Institute zu testen.
Mit der Einführung der neuen Funktion haben sich beide Sparkassen leicht getan. Aus Sicht von Tamino Schatz war der Rollout für die Sparkasse Dachau extrem einfach: »Die Funktion wurde direkt mit dem Release vererbt. Hier hatten wir kein weiteres To-do. Größerer Aufwand bestand nur in der internen und externen Kommunikation, aber auch das war einfach zu lösen.«
»Mit der Funktion Zweitfreigabe gelingt es der Sparkasse ein Kundenbedürfnis nach Sicherheit im Online-Banking zu befriedigen und sich gleichzeitig als moderner Partner rund um die Finanzen zu präsentieren.«
Für Birgit Behrens von der Sparkasse Hannover war der direkte und schnelle Austausch bei der Einführung lobenswert. »Die Kolleginnen und Kollegen der FI waren und sind für uns erste Ansprechpartner. Sie geben Tipps und erhalten von uns Feedback. Mit den Open-Door-Sessions gibt es außerdem eine Plattform für den Austausch mit anderen Sparkassen.«
»Wieder steht ein Betrugsopfer in der Zeitung und man fragt sich ›Kann uns das auch passieren? Wie würde mein Vater reagieren?‹ Da ist die Zweitfreigabe eine tolle Lösung. Quasi ›Win-win‹ für die ganze Familie.«
Aus Sicht des Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN) passt die neue Funktion sehr gut zur Sparkassen-Philosophie »Wir machen es unseren Kunden einfach, ihr Leben besser zu gestalten«. André Kreslak, Referent Mediales Vertriebsmanagement und Digitalisierung beim SVN, ist von der neuen Anwendung überzeugt: »Statt Empfehlungen zum sicheren Umgang mit dem Internet, haben wir hier nun auch ein konkretes Angebot für sicherheitsbewusste Online-Banking-Kunden und Kundinnen, das besonders hilfreich ist bei sogenannten Schock-Anrufen.« So kann, gemäß dem Motto »Ein zweiter Blick – für ein gutes Gefühl«, auf individuellen Wunsch eine Vertrauensperson miteinbezogen werden.
»Statt Empfehlungen zum sicheren Umgang mit dem Internet, haben wir hier nun auch ein konkretes Angebot für sicherheitsbewusste Online-Banking-Kunden und -Kundinnen.«
Für Birgit Behrens aus Hannover setzt das Thema Zweitfreigabe genau am richtigen Punkt an, um die Sicherheit beim Online-Banking zu verbessern: »Es werden immer wieder Kundinnen und Kunden kompromittiert und das leider viel zu oft erfolgreich. Hier kann auch die erste Ausbaustufe der risikoidentifizierenden Transaktionsanalyse (RiTa) zukünftig viele Einsatzmöglichkeiten zum Schutz des Online-Bankings bieten.« Dazu werden auffällige Transaktionen direkt bei der Erfassung erkannt und durch eine weitere Sicherheitsstufe abgefangen.
Auch für die Sparkasse Dachau wird mit der Zweitfreigabe gezielt das Sicherheitsbedürfnis der Kundinnen und Kunden angesprochen. »So wird auch älteren oder unsicheren Nutzern eine Teilhabe am Online-Banking ermöglicht, getreu dem Motto: Jeder kann und jeder soll Online-Banking machen und wer sich unsicher fühlt, der nutzt als Fallschirm einfach einen vertrauenswürdigen Zweitfreigeber«, meint Tamino Schatz.
Der nächste Schritt sollte jetzt sein, das Thema noch aktiver in die Beratung einzubinden. »Am Schluss haben alle etwas davon, wenn ein Schaden durch die Zweitfreigabe verhindert wird. Denn, auch der Berater kann mit dem Kunden über eine Geldanlage sprechen, wenn das Geld noch da ist und nicht durch einen Betrug abgeflossen ist«, so Tamino Schatz aus Dachau. Nicht selten leben die Kinder oder Enkel von älteren Personen weiter entfernt. Daher wäre es wünschenswert, wenn man die Zweitfreigabe zukünftig auch digital hinterlegen könnte und nicht nur im persönlichen Gespräch in der Filiale. »Dies würde der Zweitfreigabe noch einmal einen zusätzlichen Schub geben«, ist sich Birgit Behrens sicher.
Für eine qualifizierte Bewertung der Zweitfreigabe aus Kundensicht fehlt den Sparkassen aktuell noch konkretes Feedback. Dazu ist der Zeitraum seit der Markteinführung noch zu kurz. Innerhalb der Sparkassen, bei den Beratenden, ist die Funktion schon angekommen. Für Tamino Schatz war die Einführung bereits erfolgreich, weil die Funktion quasi ohne spürbaren Mehraufwand bereitgestellt wurde und nun von interessierten Kunden genutzt werden kann.
Birgit Behrens von der Sparkasse Hannover teilt die Einschätzung und meint: »Die Zweitfreigabe ist einfach erklärt und leicht umzusetzen. Zudem haben sich insbesondere die Imagefilme bewährt, die in einer kurzen Story die Einsatzmöglichkeiten der Zweitfreigabe und ihre Vorteile aufzeigen.«
Für die Sparkassen hat Tamino Schatz von der Sparkasse Dachau einen ganz pragmatischen Rat: »Einfach machen. Die technische Verfügbarkeit ist ja bereits bei allen Sparkassen gegeben. Es entsteht kein Admin-Aufwand und die zentralen Inhalte sind umfangreich, sodass für jeden etwas dabei sein sollte.«
Barrierefreiheit ist nicht erst seit Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) im Juni des vergangenen Jahres im Pflichtenheft der Produktentwicklung der Finanz Informatik (FI) fest verankert. Denn barrierefreies Design ist mehr als eine Pflichtaufgabe: Es ist die in der FI gelebte Überzeugung, dass Barrierefreiheit am Ende allen Nutzerinnen und Nutzern zugutekommt.
In einer Zeit, in der sich Technologien und Erwartungen mit hoher Geschwindigkeit verändern, rückt das Motto "Heimvorteil" bewusst die Stärken in den Mittelpunkt, auf die wir als Sparkassen-Finanzgruppe bauen können.
Aktuelle Studien zeigen ein uneinheitliches Bild des Immobilienmarkts: Die Preise für Wohnimmobilien steigen wieder leicht, zugleich bleibt der Wohnungsneubau deutlich hinter dem Bedarf zurück. Doch genau für dieses herausfordernde Marktumfeld liefert r u d i (Rund um die Immobilie) passende Lösungen für den Erfolg.
Mit der laufenden IT-Transformation verlagert die LBS NordWest ihren technischen IT-Betrieb und sämtliche Anwendungen bis 2027 zur Finanz Informatik.