FI-Connect 2024: Direkter Austausch und Wissenstransfer
Auch Themen abseits des Tagesgeschäfts der Sparkassen fanden große Aufmerksamkeit; einige Workshops waren im Vorfeld schnell ausgebucht.
Den Bauplan für einen Mini-Fusionsreaktor hat der amerikanische Physiker und Erfinder des Fernsehers Philo Farnsworth im Jahr 1964 entwickelt.
Der Farnsworth-Fusor passt tatsächlich auf eine Werkbank. Er hat allerdings einen kleinen, aber entscheidenden Nachteil: Für die Fusion von Atomkernen aus Wasserstoffisotopen mithilfe eines elektrischen Feldes braucht er deutlich mehr Energie, als die Fusionsreaktion dann wieder freisetzt. Verdammt. Und noch blöder: Das Gleiche gilt sechs Jahrzehnte und hunderte Forschungsmilliarden später noch immer, auch für die größten und besten Reaktoren, die bisher entwickelt wurden. (Die angeblich erste Fusion mit Energieüberschuss am kalifornischen NIF im Jahr 2022 war leider schöngerechnet.)
Das heißt: Wir wissen zwar theoretisch, wie uns der physikalische Prozess des Sonnenfeuers auf Erden günstige, saubere, sichere und grundlastfähige Energie im Überfluss liefern könnte. Aber ingenieurstechnisch bekommen wir es einfach nicht hin. Das Plasma, in dem Wasserstoffkerne fusionieren können, ist zu heiß und instabil, zu schwer einzufangen und am Laufen zu halten.
Kernfusion kommt in 25 Jahren. Und das wird immer so bleiben. Der Witz ist fast so alt wie das Konzept von Fusionsreaktoren. In den 2030er-Jahren könnte er sich endlich überholt haben. Drei Trends geben begründeten Anlass zur Hoffnung, dass Kernfusion doch keine „Mission Impossible“ bleibt.
Können die Startups halten, was sie versprechen? Das werden wir erst in fünf oder zehn Jahren wissen. Falls sie es schaffen, öffnet sich eine riesige Tür in die postfossile Welt. Falls nicht, wäre auch das ein Gewinn. Denn dann dürfte der Traum von Kernfusion endgültig ausgeträumt sein und die Fusionsenthusiasten in aller Welt akzeptieren: Das Sonnenfeuer ist nichts für die Erde. Oder allenfalls als interessante Versuchsanordnung für Hobbyphysiker in ihrer Garage.
Ein echtes Highlight der FI-Update waren die acht Expertenstände. Die vielen Impulse aus den Keynotes und Masterclasses wurden hier erneut aufgegriffen und durch weitere Insights vertieft. Die Teilnehmenden kamen hier direkt mit den FI-Expertinnen und -Experten ins Gespräch.
Die App Sparkasse ist der wichtigste mediale Kanal zum Kunden. Über die neuen Funktionen und Weiterentwicklungen der App sprachen wir auf der FI-Update mit Carlo Testa, Referent Medialer Vertrieb Strategisches VertriebsCenter bei der Sparkasse Ulm am Expertenstand »App Sparkasse – Digitales Banking für alle«.
Was kommt mit Version 8.0 der App Sparkasse? Die Digitalveranstaltung FI-Compact Anfang November gab detaillierte Antworten.
Vier Wochen, vier Städte – und ein klares Fazit: Das neue Roadshow-Format FI-Update hat begeistert. Die zielgerichtete Themenauswahl, das kompakte Format und der direkte Austausch mit unseren Expertinnen und Experten haben genau den Nerv der Sparkassen getroffen. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen das auf ganzer Linie.