„OK Google, wie ist mein Kontostand?“ – Finanz Informatik bringt für die Sparkassen Voice-Banking auf Google Home

Die Sparkassen bieten ihren Kunden als erste Bank in Deutschland die Möglichkeit, über den Sprach-Assistenten von Google sicher auf die Kontodaten zuzugreifen

23.02.2018

Frankfurt am Main, 23. Februar 2018 --- Die Finanz Informatik, der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, bringt die erste deutsche Voice-Banking-Anwendung für den Sprachassistenten Google Assistant auf den Markt, der in den Google Home-Lautsprechern eingesetzt wird. Gemeinsam mit der Sparkasse Stade-Altes Land wird die Anwendung derzeit pilotiert – eine breitere Verfügbarkeit für Kunden anderer Sparkassen ist in Kürze geplant. Mit der neuen Anwendung, der sogenannten „Sparkasse Banking-Action“, sind die Kunden dann in der Lage, ihre aktuellen Kontostände per Sprachbefehl abzufragen. Unterstützt werden dabei sowohl Google-Home-Lautsprecher als auch kompatible Lautsprecher von dritten Anbietern und weitere Geräte, die Google Assistant nutzen.

Sprachbasiertes Banking mit großem Wachstumspotenzial

Der Markt für Sprachassistenten entwickelt sich derzeit rapide: Nach Schätzungen der Consumer Technology Association (CTA) sollen 2018 alleine in den USA rund 43,6 Millionen intelligente Lautsprecher verkauft werden. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 60 Prozent. Auch in Deutschland steigen die Verkäufe stark an – dazu kommt die Nutzung der Assistenten auf Smartphones. Bei der Nutzung dieser Assistenten für Bankgeschäfte sieht die Finanz Informatik in den nächsten Jahren ein großes Wachstumspotenzial.

„Vor wenigen Jahren war es unvorstellbar, dass die Menschen ihre Bankgeschäfte mobil am Smartphone machen würden – heute sind die früh angebotenen S-Apps der Sparkassen klare Marktführer in Deutschland. Ähnliches wird beim Voice-Banking passieren: Eine WhatsApp-Sprachnachricht senden oder das Navi im Auto per Sprache steuern – Sprache ist für uns das bevorzugte Medium, wenn es einfach und schnell gehen soll. Daher ist der Zugang zum Konto per Sprache eine sinnvolle Ergänzung und in der Zukunft wird Conversational Banking ganz normal für uns alle sein“, so Andreas Schelling, in der Geschäftsführung der Finanz Informatik verantwortlich für die Entwicklung neuer Anwendungen.

Datenschutz und -sicherheit im Fokus

Die neue Sparkasse Banking-Action erfüllt hohe Anforderungen an den Datenschutz und die Sicherheit der Kontodaten. Der Kunde richtet die Banking-Action über die Internet-Filiale seiner Sparkasse ein. Dort kann er auch den Funktionsumfang einstellen, jederzeit anpassen und seine Voice-PIN einrichten, die aus vier bis sechzehn Zeichen bestehen kann. Gegenüber dem Google Assistant wird der Kunde mit dem Standardverfahren O-Auth 2.0 authentifiziert. Die gesamte Kommunikation mit dem Sprachassistenten findet verschlüsselt statt. Dieser kommuniziert über eine gesicherte Verbindung mit dem Online-Banking der Sparkasse. Die Daten des Kunden bleiben im Online-Banking der Sparkasse und werden nicht an Google weitergegeben. Es werden beim Voice-Banking nur die Infos weitergegeben, die für die Bearbeitung des Auftrags notwendig sind und keine vollständigen Kontoinformationen.

Systemvoraussetzungen

Damit Sparkassenkunden den Google Assistant für ihr Online-Banking nutzen können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Konto des Kunden ist für das Online-Banking seiner Sparkasse freigeschaltet.
  • Der Kunde verfügt über ein Google-Konto.
  • Er besitzt einen Google Home-Sprachassistenten (beispielsweise Google Home, Google Home Mini) oder nutzt Google Assistant auf Smartphones.
  • Er hat die Sparkasse Banking-Action mit der Google Home-App verknüpft.

Die Verknüpfung und Freischaltung der Banking-Action wird in diesem Video anschaulich erklärt.

Conversational-Banking wird kontinuierlich ausgebaut

Mit dem neuen Angebot kann erstmalig im deutschen Markt ein Kunde über Google-Home per Sprache auf seine Sparkassenkonten zugreifen. Für dieses so genannte Conversational Banking hat die Finanz Informatik eine Plattform im Gesamtbanksystem OSPlus bereitgestellt, um die Sprache sukzessive in weitere Anwendungen und Systeme für den Endkunden zu integrieren. Zum Start sind folgende Funktionen in der Banking-Action verfügbar: Kontostandsabfragen zu Einzelkonten, Abfrage des Gesamt-Finanzstatus und Abfrage von Umsätzen beziehungsweise Ein- und Ausgaben über verschiedene Zeiträume. Die Abfrage des ePostfach oder eines Depots sowie signaturfreie Überweisungen und weitere banknahe Funktionen werden in einer nächsten Ausbaustufe folgen.

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 Über die Finanz Informatik

Die Finanz Informatik mit Sitz in Frankfurt am Main ist der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Zu ihren Kunden gehören 390 Sparkassen, sieben Landesbanken, die DekaBank, acht Landesbausparkassen, öffentliche Versicherer sowie weitere Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe und der Finanzbranche. Die Finanz Informatik bietet kompletten IT-Service – von Anwendungsentwicklung über Infrastruktur- und Rechenzentrumsbetrieb bis hin zu Beratung, Schulung und Support. Mit OSPlus stellt das Unternehmen heute eines der führenden Gesamtbanksysteme für den deutschen Markt.

Die Finanz Informatik übernimmt den Service für knapp 120 Millionen Bankkonten; auf den Rechnern und Systemen werden jährlich mehr als 114 Milliarden technischer Transaktionen durchgeführt. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2017 3.380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Umsatzerlöse betrugen zusammen mit den Tochtergesellschaften rund 1,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2016.

Tochterunternehmen wie die Finanz Informatik Technologie Service, die Finanz Informatik Solutions Plus, die inasys und nicht zuletzt die Star Finanz ergänzen mit ihren Leistungsangeboten das IT-Portfolio der Finanz Informatik.

 

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